Ich hatte die Gelegenheit, vor dem Kauf dieses EUFAB-Trägers ein ähnliches Modell von Thule (931) ein paar Tage nutzen zu können, deshalb möchte ich hier abgesehen von einer allgemeinen Bewertung auch ein bisschen auf die Unterschiede zwischen den beiden Produkten eingehen – vor allem auf Dinge, die mich konkret vor dem Kauf interessiert hätten.Lieferung:Ich war erstmal überrascht, wie groß und schwer die Verpackung ist (ca. 24 kg). Der Auspackvorgang zeigt dann aber bald deutlich, dass ausreichend Luft verpackt wurde, so wird natürlich die Gefahr von Transportschäden verringert. Die zwei Haltebügel sind bei Lieferung noch nicht am Rahmen befestigt, diese Arbeit bleibt einem nicht erspart. Die mitgelieferte Transporttasche ist recht praktisch und trägt einen guten Teil zum meiner Meinung nach sehr guten Preis/Leistungs-Verhältnis bei.Montage am Auto:Mit ca. 17 kg ist der EUFAB-Träger praktisch gleich schwerwie der Thule (17,1 kg), wenn man keine Hilfe hat, fällt die Montage an der Anhängerkupplung trotzdem etwas leichter, da der Fixierhebel auf die Seite (parallel zur Stoßstange) geht, bei dem Vergleichsmodell von Thule geht der Hebel nach hinten zwischen die Klappteile, was ziemlich umständlich ist.Das Nachfolgemodell von Thule (933) hat das aber auch schon mit einem Hebel zur Seite gelöst.Die Einstellung der Haltekraft ist bei beiden Modellen ungefähr gleich umständlich, beim Thule-Modell wirkt allerdings der Blockiermechanismus des Hebels deutlich eleganter – funktionieren tun beide.Nach dem Festklemmen an der AHK müssen die beiden Seitenteile runtergeklappt werden, die beiden Lampeneinheiten an die richtige Position geschoben und einrastet als auch der Kennzeichenhalter an die richtige Position gedreht werden.Hier hilft es, einen Blick in die Anleitung zu werfen, der Rastmechanismus erfordert ein Drücken in Fahrtrichtung, um die Klammern zu lösen, es ist KEINE Gewalt notwendig (hatte ich gerade noch rechtzeitig bemerkt).Hier ist das Thule-Modell klar im Vorteil, da sind die Leuchten und der Kennzeichhalter nach dem Auseinanderklappen automatisch in der richtigen Position.Die Kennzeichenhalterung ist wiederum beim EUFAB besser gelöst, der Oberteil des Halters lässt sich federgespannt auseinanderziehen und so ist die Kennzeichenmontage sehr einfach möglich. Das österreichische Kennzeichen passt wunderbar.Beim Thule wird ein billig wirkendes“Clips“-System verwendet, wo man leicht zu verlierende Plastikclips benutzt.Beim elektrischen Anschluss fällt zuerst auf, dass das Kabel beim EUFAB etwas knapp bemessen ist, bei meinem Fahrzeug ist die Buchse recht weit vorne, und es geht sich gerade so aus, da war beim Thule deutlich mehr Luft.Dafür ist die Unterbringung des Steckers bei Lagerung des Eufab-Trägers einfacher, hier gibt es eine eigene Halterung.Am Thule ist für diesen Zweck ein billig wirkender Clip am Rahmen, der auch nicht besonders gut hält.Montage der Räder:Hier schenken sich die beiden Träger nicht viel, beide haben eine maximale Nutzlast von 60 kg und einen etwas größeren Abstand zwischen den Schienen (22 cm), um den Transport „dicker“ E-Bikes zu ermöglichen (Unbedingt maximale Stützlast beachten, für schwere E-Bikes sollten es schon mindestens 80kg sein).Die Haltebügel von Thule und Eufab sind sich recht ähnlich und zusammen mit dem Hebel für die AHK-Klemme mit dem gleichen Schlüssel zu sperren. Der Thule hat allerding einen Vorteil, das der Rahmenteil, an dem diese Klemmbügel befestigt werden, eine „bessere“ geschwungenere Form hat, so dass man etwas mehr Spielraum mit der Position der Halters am Fahrradrahmen hat.Mit unseren Standard-Hardtail-Mountainbikes hatten wir aber bei beiden Trägern keine Probleme eine gute Position zu finden.Bei den Kunststoffgurten zur Fixierung der Räder schenken sich die beiden Hersteller nichts, beide sind mit einem recht einfachen Ratschenmechanismus schnell fixiert.Interessanterweise sind beim EUFAB-Träger noch 3 Textilgurte dabei, laut Anleitung zur zusätzlichen Sicherung der Räder – vertraut man dem Ratschensystem nicht ganz?Der Abklappmechanismus des Trägers funktioniert bei beiden Trägern vergleichbar gut und stabil.Allgemein:Grundsätzlich merkt man, dass der Thule deutlich mehr kostet (in meinem Fall 200 EUR), die verwendeten Materialien wirken so wie das ganze Konstrukt einfach hochwertiger. Auch der Stecker wirkt beim Eufab etwas improvisiert, ich hoffe dass die Probleme, über die man in anderen Rezensionen liest, inzwischen behoben sind.Aber 200 EUR Unterschied sind ein Aufpreis von fast 70 Prozent zum Eufab, und so gewann dieser bei mir das Rennen. Trotz der merkbaren Qualitätsunterschied wirkt das Konstrukt grundsolide, nichts wackelt, alles hält bombenfest – und die Tasche ist dabei!Danke fürs Lesen!






